Bogen - abc

... oder eine Übersetzung für das Fachchinesisch der Bogenschützen.

Abdrücker (Flaker) spitz zulaufendes Werkzeug aus Knochen. Geweih, etc., mittels welchem durch Anwendung von Druck mit der Werkzeugspitze auf das Rohmaterial steinerne Pfeilspitzen, Speerspitzen. usw , hergestellt werden.
Abgreifen s. string walking
Ablass (Release) das Auslösen des Schusses.
Ablass / Abzug Loslassen der Sehne beim Schuss.
Ablassbewegung (Sleight) die Harmonie mit welcher der Ablass der Sehne erfolgt.
Abschlag-Hammer (Chipping-hammer) auch Hammer-Stein. Ein Stein der mit oder ohne Stiel, für das Abschlagen von Rohlingen für die Weiterverarbeitung zu Stein Pfeilspitzen verwendet wird.
Agathias Byzantinischer Dichter und Historiker (ca.530-582 n.Chr.), der die Chronik des Prokopius von Caesarea ergänzte und bis zum Jahr 558 fortsetzte.
Ahistulf König der Langobarden (749-756 n.Chr.), beseitigte die byzantinische Restherrschaft nördlich des Apennins und bedrohte Rom; eine Eroberung des Kirchenstaates wurde aber durch den Frankenkönig Pippin verhindert.
Alamannen Elbgermanische Kriegerverbünde, welche den Römern um 260 n.Chr. das heutige Südwestdeutschland entrissen und neu besiedelten. Die alamannischen Kleinkönigtümer wurden um 500 n.Chr. von den Franken annektiert.
Alanen Stamm der iranischen Sarmaten, der ursprünglich in Südrussland siedelte und als Teilnehmer an der grossen Völkerwanderung 406 n.Chr. den Rhein überquerte. Andere Alanen verblieben in Nord-Kaukasien (heute: Osseten).
Alle ins Gold Bogenschützengruß derjenigen, welche die olympische Disziplin des Bogenschießens betreiben.
Ammianus Marcellinus Römischer Geschichtsschreiber (330-395 n.Chr.), Offizier und Anhänger Kaiser Julians, schrieb eine ausführliche Historie Roms in 31 Büchern; erhalten davon sind nur noch die Bücher für die Zeit von 352-378 n.Chr.
Angelsachsen Die germanischen Völker der Angeln, Sachsen und Jüten aus dem heutigen Niedersachen, Schleswig-Holstein und Dänemark, setzten im 5./6. Jh. n.Chr. nach England über und gründeten dort die Königreiche Kent, Sussex, Essex, Wessex, East Anglia, Mercia und Northumbria.
Anker(punkt) bestimmter Punkt im Gesicht, zu dem der Schütze beim Auszug seine Zughand führt, beispielsweise der Mundwinkel oder das Kinn.
Archer's Paradox Phänomen, dass der Pfeil sich im Abschuss verbiegt, um den Bogen herum windet und im freien Flug wieder beruhigt. Dies erklärt die Bedeutung des Spine-Wertes.
Armschutz Ein Stück festen Materials, das dazu dient, den Bogenarm von einer schmerzhaften Berührung mit der Sehne zu schützen. In der Regel ist der aus Leder oder einem lederähnlichen Material gefertigte Armschutz an der Innenseite des Unterarms befestigt. Für Anfänger empfiehlt sich ein Armschutz, welcher Unter - und Oberarm schützt.

Auch: (Arm-guard) beim japanischen Bogenschiessen an der Aussenseite des Armes getragen, da der Bogen sich nach dem Ablass in der Bogenhand dreht.

Auflegen (Nocking) den Pfeil zur Vorbereitung eines Schusses auflegen, d.h. an der Sehne festklemmen oder anlegen.
Aufspannen (Bracing) das Biegen des Bogens und Einfügen der Sehne am oberen Nock in Vorbereitung eines Schusses. Die auf der ganzen Welt unterschiedlichen Weisen einen Bogen aufzuspannen sind ein interessantes Studienfeld.
Auszug voller Auszug, s. Auszugslänge
Auszugslänge ist die in Inch angegebene Distanz, über die der Schütze den Bogen spannt um zu seinem Ankerpunkt zu gelangen. Gemessen wird dabei von der Vorderkante des Bogens. Hiernach richtet sich natürlich die nötige Pfeillänge. Ebenso sollte der Bogen natürlich zur Auszugslänge des Schützen passen
Awaren Reiternomaden aus Zentralasien, die sich seit 568 n.Chr. in mehreren Wanderungswellen, zunehmend vermischt mit bulgarischen Stämmen, in der ungarischen Tiefebene niederliessen. Der Westen ihres Siedlungsgebietes wurde zwischen 791-803 n.Chr. von den Franken unter Karl dem Grossen erobert.
Azincourt Ort einer berühmten Schlacht von 1415. Englische Bogenschützen bereiten den Franzosen eine verheerende Niederlage
Back engl. für (Bogen-)Rücken
Back Set Vorspannung, der ansonsten gerade Bogen hat im entspannten Zustand eine leichte Krümmung zum Rücken hin, vgl. String Follow und Reflex
Backing Belag des Bogenrückens aus zugstabilem Material (Holz, Tiersehne etc.), um den Bogen zu verstärken und/oder vor Bruch zu schützen
Bajuwaren Stammesverbund, der sich im 5./6. Jh. n.Chr. aus nach Südostdeutschland einwandernder bzw. dort ansässiger Bevölkerung (Germanen, Kelto-Romanen) ausbildete; geriet ab 536 n.Chr. unter merowingischer Kontrolle.
Bambus sehr gutes Material sowohl für Bogen als auch für Pfeile
Bare Bow Bogen ohne Zielvorrichtung oder andere Hilfsmittel, wird "instinktiv" oder mit System geschossen
Barrelled engl. für fassförmig. Ein Pfeilschaft, der vorne und hinten verjüngt ist, ist "barrelled"
Basis (Base) das hintere Ende einer Pfeilspitze, der Teil welcher im Pfeilschaft anliegt.
Bauch (Belly) auch Innenseite, die zumeist abgerundete Seite des Bogens, die dem Schützen zugerichtet ist.
Befiederer (Fletcher) jemand der Pfeile macht, gleich wie flèche.
Befiedern Aufbringen von Kunststoff - oder Naturfedern auf das hintere Ende des Pfeils. Es werden immer nur drei Federn auf den Schaft geklebt. Diese Federn dienen zur Stabilisation des Pfeilfluges.
Befiederung (Feathering) die am Ende des Pfeils angebrachten Federn, Federstreifen, sowie die Art und Weise ihrer Befestigung.
Befiederungsgerät Gerät mit dessen Hilfe es möglich ist, die Federn exakt in Winkel und Position auf den Schaft zu kleben.
Belly engl. für (Bogen-)Bauch
Birkenpech steinzeitlicher Klebstoff, entsteht durch das Verschwelen von Birkenrinde unter Luftabschluss
Blankbogen s. Bare Bow
Blunt breite, stumpfe Pfeilspitze, die ein Eindringen des Pfeils verhindert
Bodkin engl. für Schusterahle, bezeichnet eine nadelförmig schlanke, drei- oder viereckige Spitze, konnte Rüstungen durchschlagen
Bogen (Bow) eine elastische Waffe um einen Pfeil mittels einer Sehnenschnur zu werfen, der manuelle Teil der Waffe.
Bogenarm (Bow arm) der den Bogen tragende Arm.
Bogenarm / Bogenhand Hand in der der Bogen gehalten wird. Beim Rechtshänder ist es die linke Hand.
Bogenaussenseite (back) Aussenseite des Bogens in aufgespanntem Zustand.
Bogenbauer (Bowyer) jemand der Bogen fertigt. Bei vielen Indianer-Stämmen gab es professionelle Bogenbauer.
Bogenbauerknoten auch Zimmermannstek, einfache, leicht versetzbare Schlinge zum Befestigen der Sehne am Bogen.
Bogenhand Hand die den Bogen hält vgl. Zughand
Bogenholz (Bow wood) die für den Bogen verwendeten Materialien, im allgemeinen Holz. Begriff wird aber auch bei Verwendung von Horn, Geweih, Knochen und Metall verwendet.
Bogenhörner (Horns) die Enden des Bogens, im englischen auch ears. "Ohren" genannt.
Bogenhülle (Bow case) eine lange Hülle, Tasche oder anderweitiges Behältnis aus Holz, Haut, Leder oder Tuch, in welchem der Bogen, wenn er nicht in Gebrauch ist, aufbewahrt wird.
Bogeninnenselte (belly) Innenseite des Bogens im aufgespannten Zustand.
Bogenköcher s. Köcher
Bogenlänge Gesamtlänge des Bogens. Sie wird beim Recurvebogen von einem zum anderen Ende der Wurfarme gemessen. Es gibt Bögen in 66", 68" und 70". Welche Länge man verwendet ist von der Auszugslänge des Schützen abhängig. Bis 28" Auszug ist der Bogen 66" lang, von 28" bis 30" empfiehlt sich ein 68" Bogen. Bei größerem Auszug werden 70" Bögen geschossen. Bei Compoundbögen wird die Länge von Achse zu Achse ermittelt.
Bogen-Rohling (Bow stave) der Bogen in Rohform. Vor der Verwendung von Schiesspulver waren Bogen Rohlinge eine wichtige Handelsware und jeder wirtschaftlich denkende Indianer hatte eine gewisse Anzahl davon parat um sie, wann immer er die Muse fand, zu bearbeiten.
Bogenrücken (Back) die dem Ziel zugerichtete Seite des Bogens, auch Aussenseite.
Bogenschlinge siehe auch Fingerschlinge, Vorrichtung am Bogen die sicherstellt, daß der Bogen beim Lösen nicht aus der Hand fällt.
Bogenschuss (Bow-shot) die Entfernung, die ein Pfeil vom Bogen aus zurücklegt.
Bogenschütze (Archer) altfranzösisch archier, Latein arcarius, von arcus, Bogen; jemand der mit einem Bogen schiesst.
Bogensehne (Bowstring) die Sehne welche die Energie des Bogens auf den Pfeil überträgt. Diesbezüglich wichtig: das für die Sehne verwendete Material; Art und Weise der Behandlung; Befestigung am Bogen.
Bogenständer Halterung, zum Ablegen des Bogens.
Bogner Bogenschütze
Bowyer, Boyer engl. für Bogenbauer
Bogenbauer
Broadhead engl. für eine zwei- oder dreiflügelige, scharf geschliffene Spitze für die Jagd
Brustschutz In erster Linie dient der Brustschutz dazu, die Kleidung des Schützen an den Körper zu pressen und so ein Streifen der Sehne an der Kleidung zu verhindern.
Burgunder Ostgermanische Völkerschaft, die 443 n.Chr. vom römischen Feldherrn Aetius in Savoyen angesiedelt wurde. Bis zur Eingliederung ins fränkische Reich im Jahr 534 existierte ein eigenständiges burgundisches Königtum.
Button Im modernen Bogensport eine einstellbare, gefederte seitliche Pfeilanlage. Mit dem Button können Spinegrenzwerte beeinflusst werden.
Byzanz Seit der Erhebung Konstantinopels zur zweiten Hauptstadt des Imperium Romanum im Jahr 330 n.Chr. bestand das Byzantinische Reich bis 1453. Der wegen seiner Rechtssetzungs- u. Restitutionspolitik bekannteste oströmische Regent zur Merowingerzeit war Kaiser Justinian (527-565 n.Chr.).
Cam Ovale Rolle beim Compoundbogen.
Center Shot engl. für Mittenschnitt, das Bogenfenster ist so weit eingeschnitten, dass der Pfeil nahe bei oder in der Mittelachse des Bogens liegt
Chazaren Halbnomadisches Turkvolk zwischen unterer Wolga und Don mit Blütezeit im 8./9. Jh. n.Chr.; dessen Adel nahm teilweise den jüdischen Glauben an.
Checker T-förmiges Messmittel zum Messen verschiedener Größen (Standhöhe, Nockpunkt, Tiller) am Bogen.
Chlodwig Sohn des fränkischen Gaukönigs Childerich, erster christlich-katholischer Alleinherrscher der Franken (ca. 466-511 n.Chr.) und durch seine Eroberungen Begründer der merowingischen Vorherrschaft in Westeuropa.
Clout-Schiessen Wettkampfart, bei der gemeinsam auf ein Ziel in sehr grosser Entfernung geschossen wird
Compoundbogen Dieser Bogentyp arbeitet mit einem Flaschenzugsystem. An beiden Wurfarmenden befindet sich je einer Rolle über die zwei Kabel geleitet werden. Wird der Bogen über eine bestimmte Länge ausgezogen, so bewirken die Rollen eine Zuggewichtsreduktion von max. 85%.
Crécy Ort einer berühmten Schlacht 1346, durch engl. Bogenschützen entschieden
Cresting farbige Ringe auf dem Pfeilschaft, dient der Zierde oder zur Erkennung
Crowndip Farbauftrag durch Tauchen des hinteren Pfeilschaftes in Farbe, im Bereich der Befiederung
Dacron beliebtes Sehnengarn aus Kunstfaser mit geringer Elastizität, deshalb bogenschonend
Dämpfer Büschel aus Fell, Wolle oder Gummi, werden zur Geräuschdämmung in die Sehne eingeflochten
Daumenring Fingerschutz für den Daumen beim mongolischen/asiatischen Ablass: Die Sehne liegt im Daumen, dieser wird durch den Zeigefinger gesperrt bzw. freigegeben
Daumen-Ring (Thumb ring) ein auf dem Daumen getragener Ring den Bogenschützen mit Mongolischem Ablass benutzen. Bei den Persern Sefin genannt.
Dechsel Querbeil, zum flachen Behauen von Holz, die Klinge ist nicht längs, sondern quer geschäftet, wurde in der Steinzeit zum Bogenbau verwendet
Deflex Von einer deflexen Form spricht man, wenn sich der Bogen zum Schützen biegt.
Deflex-Reflex geschwungene Bauform beim modernen Langbogen, steigert Leistung und Komfort
DFBV Deutscher Feldbogensport Verband
Dominantes Auge das stärkere Auge des Schützen, das den Zielvorgang bestimmt
Druckholz aufgrund ungleichmässiger Belastung des Baumstammes besonders druckstabiles Holz
Druck-und-Zug-Methode nach der Methode mit der Spannschnur, die zweitbeste Art, einen Bogen aufzuspannen. Der untere Tip liegt an der Innenseite des linken Fusses, die linke Hand zieht am Griff die rechte Hand drückt den oberen Wurfarm und führt die Sehnenschlaufe in die obere Nocke. Kann auch eine Technik bezeichnen, wie der Bogen in den vollen Auszug gebracht wird. Vgl. Vorhalte-Methode und Swing-Draw-Methode
Durchsteige-Methode weit verbreitete Methode, den Bogen auf und ab zu spannen. Man steht dabei mit einem Bein "im Bogen". Birgt allerdings das Risiko, den Bogen ungleichmässig zu belasten und / oder die Wurfarme zu verdrehen
Eibe das Holz der Eibe war in Europa von der Jungsteinzeit bis ins späte Mittelalter das bevorzugte Bogenholz, heute in guter Qualität nur sehr selten zu bekommen
Einfacher Bogen (Self Bow) (einfacher) Bogen aus einem Stück; Holz oder anderes Material.
Eingespleisste Nockverstärkung (Footing) ein am Schaftende eingesetztes Stück Holz.
Endenschutz Wird auf das untere Ende des Wurfarms aufgezogen. Damit werden Beschädigungen durch das Aufsetzen am Boden vermieden.
Endlossehne Bogensehne, die aus einem einzigen, mehrfach umlaufenden Faden hergestellt wird
Epoxy Zwei-Komponenten Epoxidharz-Kleber, meistverwendeter Klebstoff im Bogenbau, sehr fest und leicht fugenfüllend, aber ungesund
Erd/Übungs-Scheiben (Butts) in früherer Zeit als Zielscheiben verwendete pyramidenförmige Erdhaufen.
FAAS Schweizer Feldbogensportverband
Face Walking Technik beim Systemschiessen, je nach Entfernung wird der Ankerpunkt höher oder tiefer gewählt
Facetten (Facettes) die kleinen, beim Drücken einer Steinpfeilspitze entstehenden Flächen.
Facing entsprechend dem Backing die Verstärkung der Bogeninnenseite
Fade-out sanft auslaufender Übergang vom Mittelteil zu den Wurfarmen
Fang-Pfeil (Retrieving arrow) ein Pfeil mit Widerhakenspitze, dazu hergerichtet die Beute, Fische oder Erdhöhlen bewohnende Tiere, mittels dem in der Wunde festsitzenden Pfeil zu ergreifen.
Fast-Flight beliebtes Sehnengarn aus Kunstfaser mit minimaler Elastizität für schnellen Pfeilflug
Fehlschüsse (Over-/Under-/Wide-Arrows) d.h. darüber-darunter-daneben. Im englischen besondere Bezeichnung für einen Pfeil der das Ziel verfehlt, indem er: 1. über dem Zentrum steckt oder mittig über die Scheibe fliegt; 2.unter dem Zentrum steckt und mittig vor der Scheibe steckt; 3. rechts oder links neben dem Zentrum steckt oder an der Scheibe vorbeigeflogen ist.
Feldschiessen Bogenschiessen im Gelände auf unterschiedliche Ziele und wechselnde Distanzen
Feldspitze traditionelle Form der Scheibenspitze, wegen ihrer scharfen Kante aber nicht so scheibenschonend wie eine "bullet point'' o.ä. Spitzen
Fenster Schussfenster, grosser Ausschnitt im Griffstück des Bogens, erleichtert das Zielen, s. Mittenschnitt
Fingerschlinge Kleine Schlinge, die anstelle einer Bogenschlinge zwischen Daumen und Zeigefinger gespannt das Fallenlassen des Bogens beim Lösen verhindert.
Fingerschutz schützt die Finger der Zughand vor dem Wundwerden, als Tab oder Schiesshandschuh
Finish durch Auftragen von Öl, Wachs oder Lack wird der fertige Bogen vor der Witterung, besonders Feuchtigkeit, geschützt
FITA FEDERATION INTERNATIONALE DE TIR A L'ARC, Internationaler Bogensportverband. Von dieser Vereinigung sind Regeln erarbeitet worden, die bei olympischen Spielen, Welt - und Europameisterschaften sowie nationalen Wettbewerben verbindlich sind. 
FITA - Regeln beschreiben die technischen und organisatorischen Voraussetzungen und Bedingungen die für ein FITA - Turnier verpflichtend sind. Sie stehen auf den Seiten der
FITA - Runde Freiluftdisziplin bei der je 36 Pfeile auf 4 verschiedene Entfernungen geschossen werden. In der Schützenklasse sind dies 90m, 70m, 50m und 30m, bei den Damen 70m, 60m, 50m und 30m. Insgesamt gibt das 144 Pfeile.
FITA Feld- und Jagdrunde: Die FITA Feldrunde kann mit dem Blankbogen, dem Recurve oder dem Compound geschossen werden, wobei jeder Bogenart eine eigene Wertung zugeteilt wird. Es wird auf 12 bis 24 Scheiben geschossen. Dabei ist zu beachten, daß sich die Scheibenzahl durch vier teilen läßt. In der Regel werden zwölf Scheiben aufgestellt. Pro Scheibe werden drei Pfeile geschossen. Die Ziele sollen so an einem vorgegebenen Kurs angeordnet sein, daß sich durch das Gelände eine entsprechende Erschwernis im Zielen und Schießen ergibt. Bei einer FITA Arrowhead Runde werden zwei separate Feldrunden abgehalten. Die FITA Jagd Runde beinhaltet die gleichen Regeln wie in der oben erwähnten Feldrunde. Allerdings sind die Entfernungen der Ziele zu schätzen.
FITA Stern Die FITA vergibt Auszeichnungen in Form des Sterns. Es können Sterne für 1000, 1100, 1200, 1300 und 1400 erzielte Ringe erworben werden. Voraussetzung ist, daß das Ergebnis in einem Turnier erzielt und dass dieses Turnier nach den Regeln der FITA als Sternturnier ausgeschrieben und durchgeführt wurde.
Flachbogen Langbogen mit flachem Wurfarmquerschnitt
Flämische Sehne Sehnenbauart, bei der die Sehne aus mehreren Fäden hergestellt wird und die Sehnenöhrchen gespleisst werden.
Flat Bow engl. für einen Bogen mit flachen, dafür breiten Wurfarmen. Der flachbreite Wurfarmquerschnitt ermöglicht eine kürzere Bauform als beim klassischen Langbogen
Fliegender Anker Der Bogen wird nicht im Anker gehalten, sondern Ziehen, Ankern, Lösen und Nachhalten erfolgen in einer ununterbrochenen, fliessenden Bewegung
Flight-Schiessen Wettkampf zur Erzielung einer Maximaldistanz
Flu-Flu Der Pfeilschaft wird mit sechs langen (10 cm) Naturfedern befiedert. Dadurch wird die Flugweite drastisch reduziert.
Flugbahn (Trajectory) die mehr oder minder gekrümmte Flugbahn eines Pfeils.
Footing eingespleisster Vorschaft aus Hartholz
fps, ft/s feet per second, Abschussgeschwindigkeit des Pfeils nach Verlassen des Bogens, 100 fps sind ungefähr 110 km/h
Franken Germanische Stammesgruppen vom Niederrhein; während der Spätantike zunächst Gegner, dann Föderaten Roms. Im 6. Jh. n.Chr. durch erfolgreiche Kriegszüge unter dem salischen Fürstenhaus der Merowinger (Kernlande zwischen Kohlenwald und Somme) Aufstieg zur Zentralmacht.
Free - Style Disziplin, bei der für alle Bögen sämtliche Hilfsmittel zugelassen sind.
Furnier (Veneer) ein dünner Streifen festes, elastisches Material welches auf den Bogenrücken geleimt wird.
Game Trail spielerische Jagdsimulation. Entlang einer markierten Strecke hat der Schütze nicht nur die unbekannten Scheiben, sondern auch die günstigsten Schusspositionen zu finden.
Gefolgschaftswesen Auf gegenseitiger Eidbindung beruhende Zusammenschlüsse germanischer Krieger unter einem Fürsten, der gegen Unterhalt, Waffen und Ausrüstung von seinen Gefolgsmännern absolute Treue und Kriegsdienst einforderte.
Glasbelegter Bogen s. Glasfiber
Glasfiber Glasfaser, modernes Material im Bogenbau, wird bei der Laminatbauweise als Backing und Facing eingesetzt. Extrem belastbar, ermöglicht neue Bogenformen wie z.B. Deflex-Reflex, besonders kurze Bogen oder arbeitende (elastische) Recurves
Grain Amerikanische Gewichtseinheit, ein Grain = 0,0648 Gramm
Gregor von Tours Fränkischer Historiker und Bischof von Tours (538-594 n.Chr.). Seine umfassende "Geschichte der Franken'' in zehn Büchern, geschrieben im Vulgärlatein des Frühen Mittelalters, reicht bis zum Jahr 591 n.Chr.
Griff(Stück) (Grip) der Teil des Bogens, der mit der Hand gehalten wird. Dieselbe Bezeichnung wird auch auf entsprechende Teile von Schwertern, Dolchen etc., angewandt.
Griffleder (Packing) Umwicklung des Bogengriffs aus Leder, Fischhaut oder anderem Material. Auch eine entsprechende Umwicklung der Nocks, d.h. Bogenenden, wird im englischen mit Packing bezeichnet.
Gruppierung ist das Auftreffen der Pfeile auf der Scheibe. Im Idealfall liegen alle Pfeile dicht beieinander.
Gundobad Burgundischer Oberkönig (480-516 n.Chr.) mit Residenz in Lyon, zuvor gallischer Heermeister Roms, Förderer spätantiker Kultur und Zivilisation.
Hahnen-Feder (Cock-feather) die Feder die bei waagerecht gehaltenem Bogen und eingenocktem Pfeil nach oben weist.
Handgelenkschutz (Guard (wrist-guard)) ein kleines Schild aus Leder oder anderem Material, welches über dem Handgelenk der Bogenhand getragen wird um dieses vor einem Schlag durch die Bogensehne zu schützen.
Handschock engl. Kick, Rückschlag oder Vibration des Bogens beim Abschuss. Ein starker Handschock wird als störend empfunden und kann auf Dauer sogar Schmerzen verursachen.
Hanf historisches Fasermaterial zur Sehnenherstellung
Hartriegel lat. Cornus, ähnlich dem Schneeball gutes Pfeilmaterial, schwer, hart und zäh
Heft (Shank) Tang, Teil einer Pfeilspitze der im Schaft, etc., eingesetzt ist.
Heft  
Holmegaard-Bogen bislang ältester eindeutiger Bogenfund Europas, aus Ulmenholz und mit der charakteristischen Schulter in den Wurfarmen
Holzbogen Bogen nur aus Holz, ohne Glasfaser o.ä.
Hornnocke v.a. beim engl. Langbogen, die auf die Wurfarmenden aufgesetzten Spitzen aus Horn mit dem Nockschlitz
Hunnen Mongolisches Reitervolk, das im späten 4. Jh. n.Chr. nach Osteuropa einfiel und sich in Ungarn niederliess. Hunnische Reiter dienten noch lange nach dem Ende des Attila-Reiches (ca. 455 n.Chr.) als Söldner im oströmischen Heer.
Hunter-Runde Turniermodus, bei der auf Tierdarstellungen je nur ein Schuss abgegeben wird
IFAA International Field Archery Association
Inch engl. für Zoll, entspricht 25,4 mm, das Zeichen dafür ist "
Instinktives Schießen Bogenschießtechnik bei der der Schütze ganz auf technische Hilfen verzichtet. Erzielt nicht bewußt, sondern hat das Ziel vor Augen um dann zu lösen.
Jagdbogen etwas kräftigerer Bogen für die Beschleunigung schwerer Pfeile, meistens von kürzerer Bauart für mehr Beweglichkeit im Gelände, vgl. Scheibenbogen
Jahresringe jahreszeitlich bedingte Wachstumsringe im Holz, je nach Holzart von grösster Bedeutung für den Bogenbau
Judo-Spitze stumpfe Spitze mit gefederten Krallen, verhindert beim Roving das Verschwinden des Pfeils in Gras o.ä.
Kabelabweiser Eine an der Innenseite des Compoundbogens angebrachte Vorrichtung, die ein Streifen der Befiederung an den Kabeln verhindert. Ein zusätzlich angebrachter Gleitschuh mindert die dadurch entstehende Reibung.
Kerbstück (NocK) das Nock, eigentlich die Bezeichnung für die Sehnenkerbe im Bogenhorn. Wird aber auch auf den gesamten Endbereich eines Bogenwurfarmes sowie den eines Pfeiles angewandt. Oberes Nock, der welcher beim Aufspannen der Bogensehne nach oben weist; respektive Unteres Nock, der zum Boden weist.
Kernholz s. Splintholz
Kill-Zone bei Tierscheiben der innere Wertungsbereich, der einen tödlichen Treffer symbolisiert
Kisser siehe Mundmarke
Klicker eine zur Auszugskontrolle am Schußfenster angebrachte Metallzunge.
Klingenflächen (Faces) der flache, breite Bereich einer Pfeilspitze.
Köcher Behälter zum Transport der Pfeile, am Gürtel oder über die Schulter getragen. Ein Bogenköcher dient zum Befestigen der Pfeile direkt am Bogen.
Komposit-Bogen eigentlich jeder Bogen, der aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt wurde, bezeichnet häufig den klassischen orientalisch-asiatischen Recurve-Bogen mit Horn am Bauch, Holzkern und Sehnen-Backing
Kompressionsrisse Risse im Holz des Bogenbauches, entstehen an der Stelle übermässiger Druckbelastung. Leistungsmindernd, aber meistens ungefährlich.
Konterstabilisatoren Dienen zur horizontalen Stabilisierung des Bogens. Gegenstück zum Monostabilisator. Siehe auch Stabilisation
Kriechen Nachlassen im Auszug, Verringerung der Auszugslänge vor dem Abzug
Kyudo japanische Kunst des meditativen Bogenschiessens
Laminierter Bogen ein aus unterschiedlichen miteinander verleimten Schichten gefertigter Bogen. Man benutzt Fiberglas, Holz und Carbonfasern.
Langbogen ein traditioneller Bogen der ohne technische Hilfsmittel geschossen wird. Aufgrund seiner Wurfarme ist er gerade, er besitzt keine Recurve.
Langobarden Nordgermanischer Stamm, der ursprünglich an der Niederelbe wohnte und vom 2. bis zum 6. Jh. n.Chr. über Mähren und Niederösterreich bis nach Ungarn zog, dann ab dem Jahr 568 (Nord-)Italien besetzte. Das dortige Königtum wurde 774 n.Chr. von Karl dem Grossen dem Frankenreich angegliedert.
lbs Abkürzung für englische Pfund (Plural, sing. lb) Ein lb = 453,59 Gramm.
Leinen Flachs, historisches Fasermaterial zur Sehnenherstellung, bietet hohe Zugfestigkeit und sehr geringe Elastizität
Leitfeder auch Hahnenfeder, die Feder am Pfeil, die im rechten Winkel zum Nockschlitz steht
Let Off Zuggewichtsreduktion bei Compoundbögen
Linkshandschütze Der Schütze zieht die Sehne mit der linken Hand.
Longbow engl. für Langbogen
Lösen Loslassen der Sehne beim Schuss durch Enspannen der Unterarmmuskulatur der Zughand.
Magyaren Halbnomadischer Stammesverband aus Südrussland, um 895/896 n.Chr. nach einer Niederlage gegen die Petschenegen in den Westen abgedrängt, nahm während des 10. Jh. die ungarische Tiefebene dauerhaft in Besitz.
Marschal(l)k Eines der vier alten Hofämter neben Truchsess, Mundschenk und Küchenmeister, zunächst im wesentlichen Stallmeister. Aus der Oberaufsicht über die Pferde erwuchs auch der Befehl über das berittene Gefolge im Krieg.
Mary Rose engl. Schlachtschiff, gesunken 1546, auf dem man 137 Langbogen mit Zuggewichten bis zu 185 Pfund (!) gefunden hat
Maurikios Oströmischer Kaiser (582-602 n.Chr.), entweder von ihm selbst oder von einem seiner obersten Generäle stammt das Militärhandbuch Strategikon.
Mediterraner Griff Griff auf der Sehne mit drei Fingern, einer oberhalb, zwei unterhalb des Pfeils
Mediterraner Stil Beim Schießen wird die Sehne mit dem Zeigefinger, Mittel- und Ringfinger gezogen. Der Zeigefinger befindet sich oberhalb, die anderen Finger unterhalb des eingenockten Pfeils.
Mehrfach-Komponenten-Bogen (Built-Up Bow) ein aus verleimten, elastischen Holz- und anderen Material-Stücken hergestellter Bogen asiatischer Herkunft.
Meissel, Stössel (Pitching tool) ein stabförmiges Stück Geweih oder anderweitige harte Substanz, mittels welchem Abschläge hergestellt werden. Wird zwischen Hammer und zu bearbeitendem Material gehalten.
Mittellinie ist die gedachte optische Linie in der die Sehne liegen soll.
Mittelteil Bauteil des Bogens, an dem die Wurfarme ansetzen und an dem der Griff ist
Mittelwicklung Umwicklung der Sehnenmitte mit Faden, dient zum Schutz der Sehne vor Verschleiss
Mittenschnitt s. Centershot

das Bogenfenster ist so weit ausgeschnitten, dass die Sehne zentrisch hinter dem Pfeil steht

Mittenwicklung Eine um den Nockpunkt der Sehne angebrachte Verstärkungswicklung. Sie verhindert vorzeitige Abnutzung der Sehne durch das Lösen.
Monostabilisator mindestens 25" langer Stabilisator, welcher an der Vorderseite des Bogens befestigt wird. Meist durch Konterstabilisatoren unterstützt.
Mundmarke Kunststoffteil, welches in Mundhöhe in die Sehne eingearbeitet wird. Dient als Auszugskontrolle.
Nachhalten der Schütze verharrt in der Position des Lösens bis der Pfeil steckt. Vermindert das Verreissen oder Verwackeln des Schusses.
Nachzielen Elementarer Bestandteil des Schusses. Die Körperhaltung verbleibt nach dem lösen unbewegt, bis der Pfeil auf die Scheibe trifft.
Nock Am hinteren Ende des Pfeils aufgebrachter Kunststoffeinsatz. Dient dazu, den Pfeil auf der Sehne zu befestigen.
Nock Punkt (Nocking point) die Stelle an der Bogensehne, wo der Pfeil mit der Sehnekerbe auf der Sehne steckt. Oftmals mit einer Markierung versehen.
Nocke meist erhabene Stelle am Wurfarmende (Tip) mit Nockkerbe zur Aufnahme der Sehne. Die Pfeilnocke ist das auf den Schaft gesetzte geschlitzte Endstück des Pfeiles. Vgl. Selfnocke
Nockpunkt ist die Markierung an der Sehne für die exakt ermittelte Stelle an der der Pfeil aufgesetzt werden muß.
Nockwicklung unterhalb des Nockschlitzes um den Pfeilschaft herum, verhindert das Spalten des Schaftes durch die Bogensehne
Nullpunkt Entfernung, bei welcher der Pfeil das Ziel trifft, wenn die Pfeilspitze im vollen Auszug vor dem Ziel steht
ÖBSV Österreichischer Bogensportverband
Offener Stand Die Fußposition auf der Schußlinie bei der der linke (Rechtshandschütze) Fuß hinter einer gedachten Linie zwischen dem rechten Fuß und der Zielscheibe steht.
Ostgoten Germanisches Volk aus Südschweden, wanderte im 3./4. Jh. n.Chr. in die Ukraine, dann unter dem Druck der Hunnen im 5. Jh. n.Chr. bis nach Italien. Das hier von Theoderich dem Grossem gegründete Staatswesen wurde 535-553 n.Chr. durch die byzantinischen Feldherren Belisar und Narses zerstört.
Overdraw Technik bei der die Pfeilauflage in Richtung der Sehne verschoben wird. Damit verkürzt sich der Auszug und es ist möglich, kürzere Pfeile als erforderlich zu schießen. Diese sind dann leichter und haben eine erheblich flachere Flugbahn.
Parcours längere Strecke im Gelände, entlang der mehrere Scheiben aufgestellt sind
Paulus Diaconus Chronist, Historiker und Mönch im Kloster von Montecassino (720-787 n.Chr.), wirkte auch am Hof Karls des Grossen und verfasste eine bis in die germanische Eisenzeit zurückreichende "Geschichte der Langobarden".
Pfeil (Arrow) ein stechendes, betäubendes oder schneidendes Projektil, welches von einem Bogen geschossen wird. Kann aus folgenden Teilen bestehen: Pfeilspitze, Widerhakenstück, Vorschaft, Schaft, Befiederung, Nock sowie Umwicklungen.
Pfeilanlage entsprechend der Pfeilauflage die seitliche Fläche, wo der Pfeil den Bogen berührt
Pfeil-Kleber (Arrow-Cement) Klebstoff, der für die Befestigung der Pfeilspitze am Schaft verwendet wird. Bei einigen Indianer-Stämmen wird Kleber, bzw. Leim verwendet, um sehnenbelegte Bogen herzustellen.
Pfeilspitze (Arrowhead) der Teil des Pfeiles, mit welchem eine Wunde zugefügt wird. Eine primitive Steinpfeilspitze besteht aus: Spitze, Flächen, Schneiden, Basis, Heft sowie den Facetten.
Pfellauflage Auflage für den Pfeil am Bogen
Pfund gemeint ist das engl. Pound (lbs), ca. 453 Gramm, das Zeichen dafür ist #
Pistolengriff stark ausgeformtes Griffstück für festen, ruhigen Halt
Point blank/Nullpunkt Entfernung bei welcher der Pfeil das Ziel trifft, wenn die Pfeilspitze auf selbiges zeigt
Popinjay Vogelschiessen, Wettkampfart, bei der fast senkrecht nach oben geschossen wird
Prokopius von Caesarea Byzantinischer Geschichtsschreiber (500-562 n.Chr.), Sekretär des Feldherrn Belisar, Autor umfangreicher Berichte über die oströmischen Kriegszüge gegen die Vandalen, Ostgoten und Sassaniden
Propellerholz Drehwuchs, in sich verdreht gewachsener Stamm. Ein daraus gebauter breiter Bogen würde wie ein Propeller aussehen.
Rechtshandschütze Der Schütze zieht die Sehne mit der rechten Hand.
Recurve Speziell geformtes Ende des Wurfarms indem die meiste Energie gespeichert wird.. Dieses Teil biegt sich beim Lösen vom Schützen weg.
Recurve-Bogen Bogen mit geschwungenen oder geknickten Wurfarmen, an denen die Sehne im gespannten, aber nicht im voll ausgezogenen, Zustand anliegt. Er hat durch die Hebelwirkung im Prinzip weniger Stacking als ein Langbogen und erreicht durch das Verkürzen der frei schwingenden Sehnenstrecke eine kraftvollere Endbeschleunigung des Pfeils.
Reflex Krümmung eines Teils des Wurfarmes zum Ziel hin
Release das Auslösen des Schusses. Folgende Unterscheidungen nach Prof E. S. Morse:
- Primär Ablass, Daumen und Fingerspitze des Zeigefingers greifen/klemmen das Pfeilnock
- Sekundär, Daumen- und mittleres Fingerglied des Zeigefingers greifen/klemmen das Pfeilnock
- Tertiär, Daumen und drei Finger auf der Sehne.
- Mediterraner Ablass, Zeige, Mittel und Ringfinger auf der Sehne.
- Mongolischer Ablass, Daumen auf der Sehne, mit oder ohne Daumenring.
RH Abkürzung für rechtshändig, ein Bogen für einen Rechtshand-Schützen, der mit der Rechten zieht, mit der Linken den Bogen hält
Rhotari Langobardischer König (636-652 n.Chr.), eroberte die ligurische Küste für die Langobarden und führte 643 ein Gesetzbuch, das Edictus Rhotari, ein.
Richtholz (Arrow straightener) ein mittig gelochtes Hebelstück aus Knochen, Horn, Holz oder Walross-Elfenbein, mittels welchem Pfeilschäfte, Widerhakenheft, etc. begradigt werden.
Rohschafttest Test zum Ermitteln des richtigen Spine-Wertes. Es werden Pfeile ohne Befiederung geschossen. Sinnvoll nur bei gut entwickeltem Schiessstil.
Roving umherstreifendes Bogenschiessen auf natürliche Ziele wie Blätter, Pilze, Baumstümpfe etc.
Rücken die dem Ziel zugewandte Aussenseite des Bogens
Sassaniden Iranische Königsdynastie (224-642 n.Chr.), die als Nachfolger der Parther das Perserreich neben dem Römischen Imperium als bedeutende Grossmacht der Spätantike etablierte. Die Sassaniden blieben auch Gegenspieler von Byzanz, bis sie im Jahr 642 n.Chr. der arabischen Eroberung erlagen.
Schabhobel kleiner Hobel mit seitlichen Griffen, sinnvolles Werkzeug zum Holzbogenbau, füllt die Lücke zwischen Zugmesser und Ziehklinge
Schachtelhalm Zinnkraut, kann durch seinen hohen Gehalt an Kieselsäure wie feines Schmirgelpapier verwendet werden, bei Geigenbauern beliebt
Schaft Pfeil ohne Nock, Spitze und Federn.

auch: (Shaft, Stele, Stale) altertümliche Bezeichnung für Pfeil, eigentlich der Bereich des Pfeiles hinter der Pfeilspitze bzw hinter dem Vorschaft.

Schaftendbereich (Shaftment) der Teil des Pfeiles, auf oder an welchem sich die Befiederung befindet.
Schaft-Kerben (Shaft-grooves) flache, gerade oder verschiedenförmige Rillen im Schaft, ausgehend vom Ende der Pfeilspitze bis zum Schaftendbereich. Auch als Blut- oder Blitz-Kerben interpretiert. Diese Bezeichnungen sind allerdings mit technisch wenig fundierten Theorien verbunden.
Scheibe Zielscheibe, worin der Pfeil steckt, wenn er getroffen hat. Kann aus den verschiedensten Materialien sein, z.B. Holzwolleballen. Eine 3-D Scheibe ist meist eine vollplastische Nachbildung eines Jagdwildes
Scheibenauflage Papier mit Ringen oder Bildern, wird auf der Scheibe befestigt
Scheibenbogen Bogen für das sportliche Schiessen mit eher leichten, schnellen Pfeilen, vgl. Jagdbogen
Scheibenpanik auch Goldfieber genannt. Negative psychische Einstellung des Schützen zum Zielen und Lösen. Kann verschiedene Erscheinungsformen annehmen.
Schiesshandschuh dreifingeriger Handschuh als Fingerschutz der Zughand
Schnappschiessen Vorzeitiges Lösen des Schusses
Schneeball lat. Viburnum, wolliger oder gemeiner Schneeball, in der Steinzeit beliebtes Material für Pfeilschäfte, hart und zäh, wird unter Hitze gerichtet
Schneiden (Sides, Edges) einer Pfeilspitze, die geschärften Bereiche einer Pfeilspitze zwischen Spitze und Basis.
Schultergurt (Baldric) der Gurt, welcher am Köcher oder einer Scheide befestigt ist. Getragen auf einer Schulter; über die Brust verlaufend und unter dem gegenüberliegenden Arm hindurchgeführt. Zumeist reich verziert.
Schußfenster bezeichnet den ausgeschnittenen Teil des Mittelstücks überhalb des Griffes.
Scope Ein am visier des Compoundbogen befestigtes Vergrößerungsglas. Wird zusammen mit dem Peep Sight verwendet.
Sehne Schnur, ohne die der Bogen keiner ist
Sehnen Öhrchen (Eye, Noose) Schlaufen an den Enden einer Bogensehne. Im englischen wird mit eye die in das obere Nock eingehängte Schlaufe bezeichnet, während die untere Schlaufe mit noose, bezeichnet wird.
Sehnenbrett wie der Sehnengalgen eine Hilfskonstruktion zum Herstellen einer Bogensehne
Sehnengalgen langer Balken mit verstellbaren Stiften, dient zum Herstellen einer Sehne
Sehnenmacher (Stringer) jemand, der Bogensehnen herstellt.
Sehnenstand s. Standhöhe
Sehnenverstärkter Bogen (allg. Sinew-backed Bow) ein Bogen, dessen Elastizität durch Verwendung von Tiersehnen auf der Rückseite des Bogens erhöht ist. Entweder, wie in den westlichen Vereinigten Staaten, solide aufgeklebte Sehnenfasern - Sehnenbelegter Bogen, oder, wie bei den Eskimo, aufgezogene verflochtene Sehnenstränge Sehnenstrang-Bogen. Verwendung hierbei finden auch Keile, Hebel und Brücken.
Sehnenwachs Imprägniermittel für die Sehne, verlängert die Lebenserwartung einer Sehne
Selfbow Bogen aus einem einzigen Stück Holz, ohne Verleimungen
Selfnocke Nocke, die nicht auf den Pfeil aufgesetzt, sondern als Kerbe direkt in den Schaft geschnitten wird
Shelf Unterkante des Bogenfensters, dient zur Auflage des Pfeils
Silex in der Vorgeschichte für Pfeilspitzen verwendetes glasartiges Gestein, z.B. Obsidian oder Flint (Feuerstein)
Siyah engl. Ear, das Ohr: der steife, abgewinkelte Teil des Wurfarmes bei den klassischen orientalischen Komposit-Recurve-Bogen
Slawen Als Urheimat der Slawen gilt der geographische Raum zwischen Dnjepr und Prpjet. Nach dem Abzug germanischer Völker aus Osteuropa während der Völkerwanderung weiteten die Slawen ihre Siedlung nach Süden und nach Westen bis an die thüringische Grenze und den Ostalpenraum hin aus.
Spall (grosse Abschläge) die beim Herausarbeiten eines für eine Pfeilspitze geeigneten Stücks anfallen.
Spannhöhe Auch Standhöhe, Maß des Abstands der Sehne zum Griffstück. Jeder Hersteller gibt dieses Maß vor.
Spannschnur Hilfsmittel zum Spannen des Bogens, verhindert ein Verdrehen der Wurfarme
Spine Biegesteifigkeitswert eines Schaftes
Spine, Biegesteifigkeit des Pfeilschaftes, muss zur Stärke des Bogens und zum Schiessstil des Schützen passen, deshalb angegeben in lbs als grober Anhaltswert für die richtige Auswahl
Spine-Tester Gerät zur Messung der Biegesteifigkeit des Pfeils, der Messwert der Durchbiegung wird umgerechnet und in lbs-Werten angegeben
Spinewert oder Spine Steifheit des Pfeils. Dieser Wert wird gemessen, indem man ein Gewicht von 2 lbs mittig auf den Schaft legt. Die dadurch entstehende Durchbiegung ergibt den Spine.
Spinne Ein an der Vorderseite des Bogens angebrachtes v-förmiges Gerät. Dient zur Befestigung der Stabilisation
Spitze (Pile) allgemeine Bezeichnung für das vordere Ende eines Pfeiles. Gilt unter anderem für ein, zwei-, dreispitzige Pfeile.
Spleissen Technik zum Zusammenfügen zweier Teile, die Verleimung von Vor- und Hauptschaft oder von oberer und unterer Bogenhälfte, s.a. Flämischer Spleiss
Splintholz bei bestimmten Hölzern die äusseren Jahresringe des Baumes, im Unterschied zum innenliegenden Kernholz
Sportmedizin und Bogenschießen Bogenschießen ist ein gesunder Sport, Verletzungsrisiken sind nahezu unbekannt. Orthopäden bestätigen, dass bei Bogenschützen in der Regel kaum Probleme mit dem Rücken auftreten, da die Rückenmuskulatur stark ausgeprägt wird und dabei Schäden entgegenwirkt. Auch nach langen Büroarbeitstagen dient das Bogenschießen neben der geistigen Entspannung auch zu einer Lockerung der Rücken - und Schultermuskulatur. Speziell für Behinderte stellt der Bogensport eine ideale Möglichkeit dar, sich sportlich zu betätigen und wird oft als Therapie vorgeschlagen. Natürlich kann man mit Kraft alleine keinen Pfeil ins Zentrum bringen. Bogensport ist auch durch mentale Entspannung geprägt.  Nur ein ruhiger, entspannter und konzentrierter Geist ist zu guten Leistungen fähig.
Fragt man sich, was denn ein FITA - Schütze während eines Turniers leistet, so wird einem schnell klar, dass nicht nur 144 Pfeile mit höchster Konzentration geschossen werden, sondern auch eine Strecke von über 3000 m nur zum holen der Pfeile zurückgelegt wird. Beim Jagd- und Feldbogenschießen legt man teilweise noch erheblich längere Wegstrecken in abwechslungsreichem Gelände, zumeist mit Steigungen und Senkungen, zurück. Die zurückzulegenden Wegstrecken bilden neben den eigentlichen Schießbelastungen eine nützliche und für den Gesamtorganismus förderliche Bewegung.
Ein Bogenschütze muss bei jedem Schuss eine starke körperliche Belastung aushalten. Hierbei bedient er sich einem besonders tiefen Ein- und Ausatemrhytmus, der von nahezu sämtlichen Atemmuskeln volle Aktion erfordert. Dies und die  zurückzulegenden Wege können so nicht nur Herz und Lunge sondern auch das gesamte Muskelsystem des Oberkörpers positiv beeinflussen. Insbesondere bei Jugendlichen im Wachstum sind derartige Bewegungen außerordentlich förderlich.
Stabilisator sind auf Stangen angebrachte Gewichte die die beim Abschuß auftretenden Momente ausgleichen.
Stacking überproportionale Zunahme des Zuggewichts im letzten Teil des Auszugweges
Standhöhe Abstand Sehne/Griffdruckpunkt bei aufgespanntem Bogen
Stave Bogenstab, ein Stück Holz oder laminiertes Material, aus dem der fertige Bogen heraus gearbeitet werden soll
Stellmoor-Bogen vermutetes Fragment eines Bogens von 9500 v.Chr., nicht mehr vorhanden
-stock,  
String Follow der Bogen nimmt dauerhaft eine leichte Krümmung an, leistungsmindernd
String Walking Technik des Zielens, bei der die Position der Zughand auf der Sehne je nach Schussdistanz wechselt
Stringfollow nach dem Abspannen des Bogens bleibt ein Rest parabolischer Biegung in den Wurfarmen, wirkt leistungsmindernd
Strlng walking Variation des Griffs der Zughand auf der Sehne, wird als Zielhilfe benutzt, da die 'Point blank' Entfernung damit veränderlich ist
Stump Shooting siehe Roving
Stumpfer Übungspfeil (Butt-shaft) ein stumpfer Pfeil mit welchem auf Erdscheiben geschossen wird.
Swing-Draw-Methode der Bogen wird in einer fliessenden Bewegung mit ausgestrecktem Arm nach oben genommen und dabei in den vollen Auszug gezogen. Vgl. Vorhalte- Methode und Druck-und-Zug-Methode
Systemschiessen bewusst gesteuerter Zielvorgang nach eigenem System, vgl. instinktives Schiessen
Tab Fingerschutz aus Leder oder Kunstleder. Dient zum Schutz der Finger der Zughand.
Take Down Bogen Dreiteiliger, zum leichteren Transport zerlegbarer Bogen.
Tapered engl.: in eine Richtung sich verjüngend, beim Pfeilschaft nach hinten, beim Wurfarm zu den Enden hin
Teilbarer Bogen (Grafted Bow) eine Untergruppe der Verbund-Bogen. Zweiteiliger Bogen der im Griffbereich zusammengefügt wird.
Theoderich König des westgotischen Reiches von Toulouse (453-466 n.Chr.) - nicht zu verwechseln mit dem ostgotischen König Theoderich (471-526 n.Chr.) - kämpfte als römischer Föderat erfolgreich gegen die spanischen Sueben.
Theudebert Merowingischer König (534-547 n.Chr.), fiel 539 nach Italien ein, musste aber umkehren, als Krankheiten sein Heer dezimierten. Sicherte die bis dahin unter ostgotischer Hegemonie stehenden Alpenländer für die Franken.
Theuderich I. Frankenkönig (511-533 n.Chr.), ältester der vier Söhne Chlodwigs, Vater Theudeberts, eroberte mit sächsischer Unterstützung das Thüringerreich.
Thüringer Westgermanischer Stamm mit Kerngebiet in Mitteldeutschland. Im 5. Jh. eigenständiges Königtum, 531 n.Chr. von den Merowingern unterworfen.
Tiller s. Tillern, meint den geringfügig unterschiedlichen Sehnenstand der Wurfarme
Tillerbrett, Vorrichtung zum Tillern, in die der Bogen eingespannt bzw. darin ausgezogen werden kann
Tillern vom engl. tiller, bezeichnet den Vorgang beim Bogenbau, mit dem für eine gleichmässige Biegung beider Wurfarme gesorgt wird.
Tillerschnur stabile, überlange Sehne für das anfängliche Tillern, wird später durch eine passende Sehne ersetzt oder entsprechend verkürzt
Tips die meist verstärkten Spitzen der Wurfarme mit den Sehnenkerben, s.a. Nocke
Traditioneller Bogen ein Bogen, der auch bei moderner Fertigungstechnik in der Tradition des einfachen Bogens steht, d.h. bei grundsätzlich ähnlicher Bauart identische Handhabung verlangt, und natürlich ohne jegliche Hilfsmittel geschossen wird
Trockenrisse längs laufende Risse im Stave durch zu schnelle, ungleichmässige Trocknung
Trockenschuss Loslassen der Sehne ohne Pfeil. Die dabei freigesetzte Energie kann den Schützen verletzen und den Bogen beschädigen. NIE auch nur versuchen !
Tuning Abstimmung von Pfeil, Sehne und Bogen auf den Schiessstil, für einen ruhigen geraden Pfeilflug
Überhand (Over-hand) beim Überhand-Schiessen wird beim Schuss der Bogen soweit gezogen, dass die Pfeilspitze über der Bogenhand zum liegen kommt.
Umwicklung (Whipping, Seizing, Serving) aneinander gereihte Umwicklungen an Pfeil oder Bogen mit Schnur oder Sehne.
Unterarmschutz, (Bracer, Wrist-guard), eine Vorrichtung zum Schutz des Unterarms vor einem Schlag der Bogensehne.
Untergriff Griff an der Sehne mit drei Fingern unter dem Pfeil, s.a. string walking
Vandalen Germanische Völkerschaft aus dem Oder-Warthe-Raum, die seit dem 2.13. Jh.nach Ungarn, im frühen 5. Jh. über Gallien und Spanien bis nach Nordafrika wanderte. Das dortige Vandalenreich bestand bis 534 n.Chr.
V-Bar Andere Bezeichnung für Spinne
Vendelzeit Epoche zwischen der Völkerwanderungs- und Wikingerzeit in Skandinavien (550-800 n.Chr.), so benannt nach den fürstlichen Bootsgräbern von Vendel, Uppland; in der Kunst die Ausprägung des germanischen Tierstils.
Verbund-Bogen (Compound-bow) ein aus zwei oder mehreren Stücken Holz, Knochen, Geweih, Horn oder Walross-Elfenbein hergestellter Bogen. Die verschiedenen Teile können miteinander verbunden (Umwicklungen aus Sehne etc.), vernietet oder verspleisst sein.
Verstärkt (backed) ein Bogen ist dann als verstärkt zu bezeichnen, wenn er auf der Aussenseite mit Holzstreifen, Knochen, Horn, Rohhaut, Walbein, Tiersehne, oder aus Sehnen geflochtenen Strängen belegt ist, womit die Elastizität des Bogens verbessert wird.
Versteifungen (Reinforcements) feste, starre Materialstücke, die in Verbund- und Sehnenstrang-Bogen eingearbeitet sind.
Visier Mechanische Zielvorrichtung.
Vorbauvisier Visier, das nicht am Bogen sondern an einem Ausleger vor dem Bogen angebracht ist. Dadurch wird der Abstand Visier - Auge größer.
Vorhalte-Methode der Bogen wird mit aufgelegtem Pfeil ins Ziel gehalten. dann erst voll ausgezogen
Vorschaft vorderer Teil des Pfeils, entweder aus stabilerem Material als der Hauptschaft, oder (bei der Jagd) sich vom Hauptschaft lösend

Auch: (Foreshaft) ein am Schaftvorderteil an-, bzw. eingesetztes Stück Hartholz, Knochen, Walross-Elfenbein, Geweih, etc., um das Gewicht des Pfeiles zu erhöhen; um eine Pfeilspitze daran zu befestigen; um lösbare Widerhakenstücke anzubringen.

Wärmebox Grosse beheizbare Kiste zum Trocknen von Staves oder Rohlingen bei Holzbogen bzw. zum Aushärten des Epoxy-Klebers in der Bogenform bei Laminatbauweise
Wergeld Nach altem germanischen Recht die Busse, die für die Tötung eines Freien vom Täter bzw. dessen Sippe gezahlt werden musste, geteilt in die Erbsühne (an nächste Erben) und die Magsühne (an sonstige Verwandte).
Westgoten Die aus Südschweden im 2./3. Jh. n.Chr. bis ins heutige Rumänien wandernden Westgoten gelangten im 4./5. Jh. n.Chr. über den Balkan nach Südwestfrankreich (König Theoderich), dann ab 468 nach Spanien. Ihr dortiges Königreich bestand bis zur arabischen Invasion im Jahr 711 n.Chr.
Wiederhaken-Stück/ (Barb-Piece) Ein besonderes, mit Widerhaken versehenes Stück Knochen, etc., an dem die eigentliche Pfeilspitze befestigt ist. Nicht zu verwechseln mit dem Vorschaft, der eine vollkommen andere Funktion hat.
Wurfarme die sich bewegenden, arbeitenden Teile des Bogens in dem die Energie gespeichert wird, im Unterschied zu Griff- bzw. Mittelstück
Yard 1 yard sind 0,91 Meter (siehe Umrechnungen)
Yew engl. für Eibe
Ziehklinge Blech mit angezogenem Grat für feinsten Spanabtrag beim Bogenbau
Zielpunkt bewusst ausgesuchter Punkt, auf den die Pfeilspitze gerichtet wird, manche Systemschützen schiessen danach.
Zielpunkt bewusst gesuchter Punkt, vor den die Pfeilspitze gehalten wird, über oder unter dem eigentlichen Ziel, Form des Systemschiessens. s. a. Nullpunkt
Zielscheibe (Target) Strohscheibe mit Überzug aus Segeltuch und aufgemalten Ringen, die heutzutage beim Bogenschiessen statt der Erdscheiben Verwendung finden.
Zierband, -Ringe (Riband) allgemeine Bezeichnung für Bemalungen des Pfeilschaftes. Zumeist um den Schaftendbereich gemalt. Solcherart Verzierungen wurden auch als Stammesmarkierungen, Kennzeichnung von Pfeilen für bestimmte Beutetiere, oder Besitzermarken bezeichnet.
Zoll 1 inch = 1 Zoll = 1" = 2,54 cm.  (siehe Umrechnungen)
Zuggewicht (Weight) eines Bogen. Die Anzahl der Pfunde (amerikanisches Pfund gleich 454 Gramm), die benötigt wird, einen Bogen zu spannen bis die Pfeilspitze am Bogen anliegt. Der Bogen wird am Griff aufgehängt und das Zuggewicht mittels einer Federwaage gemessen.
Zuggewicht Die beim Spannen des Bogens zu überwindende Kraft wird als Zuggewicht bezeichnet. Es wird immer in englischen Pfund angegeben (lbs.) und ist von zwei Faktoren abhängig:
- das Material und die Konstruktion der Wurfarme
- die Länge des Auszugs
Um eine Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Bögen herzustellen, wird das Zuggewicht immer bezogen auf 28 " (inch/Zoll) angegeben. Dabei entspricht 1 lbs. 453,59 Gramm, 1 inch ist gleich  2,54 cm.
Anfänger beginnen mit einem Zuggewicht zwischen 20 und 30 Pfund, welches man im Laufe der Zeit erhöhen kann.
Zughand Hand, die die Sehne greift, bei Rechtshandschützen die rechte
Zugmesser auch Ziehmesser, Klinge mit zwei Griffen. zum ziehenden Abtrag von Holz beim Bogenbau
Zugwaage Federwaage, mit der die Zugkraft des Bogens gemessen wird, s. Zuggewicht