1. Score-Karten und Auswertung
1.1 Alle Score-Karten werden gemischt und maximal zwei Mitglieder des gleichen Teams dürfen zusammen schießen Alle sonstigen, besonderen Bedingungen werden durch den Schieß-Leiter (DOS) oder den Parcours/Turnier-Verantwortlichen geregelt
1.2 Die Score-Karten sind doppelt zu schreiben und werden nach Beendigung eines Durchgangs am Parcours eingesammelt. Alle Score-Karten müssen leserlich, komplett ausgefüllt und unterschrieben sein um gültig zu sein. Sobald die Score-Karten beim Parcours/Turnier-Verantwortlichen abgegeben worden sind, werden diese nachträglich nicht mehr geändert. Falsche Addition der Punkte die zum Vorteil des Schützen wären, resultieren in der Annullierung dieser Score Karte. Jeden der ohne offizielle Autorisierung Score-Karten ändert, Punktzahlen verfälscht, oder wissentlich Punktzahlen abgibt, die geändert oder verfälscht sind, wird ein Jahr lang für 3-DI Turniere gesperrt.
1.3 Jeder Schütze ist für seine eigene ScoreKarte verantwortlich. Es werden keine Ersatzkarten für verlorene, beschädigte oder gestohlene Score-Karten ausgestellt.
1.4 Die abgegebenen Score-Karten werden vom Veranstalter ein Jahr lang aufbewahrt
1.5 Pfeile müssen in der Scheibe stecken, damit sie zählen. Ein Pfeil, der durch die Scheibe durchgeschossen wird oder aus der Scheibe herausfällt, wird gewertet, wenn die Mehrheit der Gruppe dies gesehen hat und der entsprechenden Punktewertung zustimmt. Wenn sich die Punktewertung nicht bestimmen lässt, kann der Schuss wiederholt werden, bevor der Schütze den Abschusspflock verlässt. Ein Durchschuss liegt dann von wenn der Pfeil die Scheibe komplett durchdringt, dabei Scheibenmaterial rings um den Pfeil (3600) vorhanden war und jeweils ein Einschuss und Ausschussloch vorhanden ist.1.6 Ein Pfeil, der im Nock-Ende eines, bereits in der Scheibe steckenden Pfeils, stecken bleibt (Robin-Hood-Schuss) zählt die gleiche Punktzahl, wie der in der Scheibe steckende Pfeil
1.7 Ein gelöster Pfeil, ganz gleich ob dieser bewusst oder unabsichtlich gelöst wurde, der
die Scheibe nicht trifft, wird als 0 gewertet. Ein Pfeil, der herunterfällt und vom Pflock aus erreichbar ist, darf noch einmal geschossen werden.
1.8 Für alle offiziellen 3-DI Turniere wird die Wertung wie folgt festgelegt:
- X - kleiner Kreis innerhalb des 10-er Kreises, der flächenmäßig ca. 25 Prozent des 10-er Kreises einnimmt. Der Pfeil muss die Linie dieses Kreises mindestens berühren. Die Punktzahl wird als X -10 auf der Score-Karte geschrieben.
- 10 - Kreis innerhalb der Kill-Zone. Der Pfeil muss die Linie dieses Kreises mindestens berühren
- 8 - Restliche Kill-Zone, außerhalb des 10-er Kreises. Der Pfeil muss die Außenlinie der KillZone mindestens berühren.
- 5 - Rest des Tieres mit Körperfarbe
- 0 - Treffer in den Hörnern oder Hufen, ohne Berührung von Körperfarbe, ebenso Schüsse, die die Scheibe verfehlen oder an der Scheibe abprallen.
1.9 Alle Wertungszonen sollen / können benutzt werden, außer die Beschreibung am Pflock sieht etwas anderes vor.
1.10 Die Pfeile müssen von beiden Schreibern gewertet und geschrieben sein, bevor diese gezogen werden dürfen. Zu früh gezogene Pfeile zählen 0 Punkte. Mehrfaches zu frühes Ziehen der Pfeile führt zur Disqualifikation des Schützen.
2. Parcours-Durchgang
2.1 Nachdem ein Schütze den Parcours zu schießen beginnt, muss er/sie mit seiner/ihrer Gruppe den Parcours beenden. Außer es erfolgt eine andere Zuweisung durch den Parcours-Verantwortlichen, oder durch Umstände, wie in Reglement # 7 beschrieben. Jeder Schütze oder jede Gruppe, die den Parcours ohne Autorisierung durch einen Parcours-Verantwortlichen verlässt, darf das Schiessen auf dem Parcours nicht mehr fortsetzen.
3. Abschuss-Pflöcke
3.1 Kennzeichnung
- Blau: Männer und Frauen Traditional, Männer und Frauen Barebow, Maximale Distanz 27 Meter (30 yards)
- Rot Männer Compound (MC) und Frauen Compound (FC), Maximale Distanz = 45 Meter (50 yards)
3.2 Die am weitesten von der Scheibe entfernten Pflöcke müssen zuerst geschossen werden, außer es erfolgt eine entsprechende Anweisung durch den Turnierverantwortlichen.
3.3 Während des Abschusses muss der Schütze den Pflock mit einem Teil seines/ihres Körpers berühren.
4. Erlaubte Schieß-Zeit
4.1 Zwei Minuten für den ersten Schützen der Gruppe. Diese Zeit beginnt, nachdem die vorhergehende Gruppe die Scheibe frei gegeben hat. Jeder folgende Schütze der Gruppe hat zwei Minuten Zeit seinen Pfeil zu schießen. Diese Zeit beginnt nachdem der vorhergehende Schütze seinen Pfeil gelöst hat. Bei Missachtung der Zeitreglementierung werden dem Schützen fünf Punkte abgezogen.
4.2 Jede Gruppe ist für ihre eigenen Schützen verantwortlich. Wenn eine andere Gruppe Verstöße gegen dos Zeitreglement der eigenen Gruppe zur Kenntnis bringt, so ist die eigene Gruppe dafür verantwortlich schneller zu werden und die Zeit einzuhalten. Wenn ein Schütze, wegen wiederholter Missachtung des Zeitlimits durch die eigene Gruppe, Protest gegen einen Schützen oder die ganze Gruppe einlegt, können den Schützen der gesamten Gruppe jeweils fünf Punkte abgezogen werden
4.3 Es wird nur ein Pfeil pro Schütze pro Scheibe geschossen
5. Proteste durch Schützen
5.1 Alle Proteste werden durch ein Komitee bearbeitet, das vom Schießleiter einberufen wird. Das Komitee kann aus Schiedsrichtern, Parcours-Verantwortlichen und/ oder Wettkampfteilnehmern bestehen.
6. Entfernungs-Angaben
6.1 Es dürfen keine Angaben über die Entfernung zum Ziel gemacht werden, bis diese Scheibe gewertet wurde. Beratungen und Diskussionen über die Entfernungen dürfen lediglich unter den Schützen geführt werden, die diese Scheibe bereits geschossen haben. Eine Weitergabe der Entfernung an Schützen, die diese Scheibe noch nicht geschossen haben, wird als unsportliches Verhalten angesehen.
7. Defekt an der Ausrüstung
7.1 Fehler an der Ausrüstung müssen sichtbor sein und von der Mehrheit der Gruppe bestätigt werden. Die Scorekorte des Schützen wird dann von den einzelnen Schützen mit ihren Initialen versehen. Die Punkte des Schützen werden addiert und von den beiden Schreibern gegengezeichnet. Danach darf der Schütze mit der defekten Ausrüstung alleine durch den Parcours (nach vorne) bis zum Parcours-Zelt/Gebäude gehen, um den Parcoursverantwortlichen zu informieren.
7.2 Wenn drei oder mehr Schützen in der Gruppe verbleiben, können diese den Parcours als Gruppe fortsetzen. Sollten jedoch nur zwei oder weniger Schützen in der Gruppe verbleiben, so haben diese sich der nächsten Gruppe anzuschließen, außer der Zusammenschluss mit der nächsten Gruppe würde eine Gruppenstärke von sechs oder mehr Schützen ergeben. In diesem Fall hat die Gruppe die nachfolgenden Gruppen passieren zu lassen und auf einen Parcoursverantwortlichen zu warten, bevor sie den Parcours fortsetzen können.
7.3 Der Parcoursverantwortliche behält die Score-Karte, bis die Reparatur beendet ist und der Schütze wieder zurück auf den Parcours begleitet wird. Der Parcoursverantwortliche bestimmt die Zeit, die notwendig ist, um die Reparatur auszuführen. Dies sollte nicht übermäßig lange sein. Ein Parcoursverantwortlicher begleitet dann den Schützen durch den Parcours bis zur entsprechenden Scheibe.
7.4 Die Ausrüstung darf während des Schießens auf einem Parcours nicht ausgetauscht werden, es sei denn Reglement #7 macht dies notwendig.
7.5 Die Ausrüstung kann vom Parcoursverantwortlichen nochmals überprüft werden, wenn der Schütze nach der Reparatur auf den Parcours zurückkommt. Jeder Schütze, der den Parcours verlässt, ohne den Anweisungen des Reglements #7 Folge zu leisten, wird disqualifiziert
8. Turnier-Jahr
8.1 Der 3-DI Turnierkalender ist festgelegt von World Championship zu World Championship
9. Alkohol und Rauschmittel
9.1 Alkoholische Getränke dürfen auf dem Parcours und an den Einschieß-Scheiben,
während des Schießbetriebes nicht mitgeführt oder konsumiert werden. (Anmerkung: Ein Parcoursverantwortlicher kann einem Schützen, der unter Einfluss von Alkohol oder sonstigen Rauschmitteln steht, die Turnierteilnahme an diesem Tag verweigern)
10. Punktegleichheit
10.1 Um Punktegleichheit zu entscheiden, wird ein Stechen durchgeführt. Zu diesem Zweck wird eine 3-D Tierscheibe, versehen mit einem X in der Mitte der höchsten Wertungszone, in einer unbekannten Entfernung aufgestellt. Der Pfeil, welcher der Mitte des X am nächsten kommt, bestimmt den Sieger. Wenn nur ein Schütze zum Stechen antritt, wird dieser zum Sieger erklärt.
11. Unsportliches Verhalten
11.1 Unsportliches Verholten wird nicht toleriert. Unsportliches Verhalten bei einem Turnierteilnehmer oder einem Helfer eines Teilnehmers führt zur Disqualifikation und kann außerdem zu einen zeitlich zu bestimmenden, Sperre für weitere Turniere führen.
Wettkampf-Ausrüstung
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die erlaubte Ausrüstung für 3-DI-Turniere. Es ist die
Pflicht des Wettkämpfers, nur regelgerechte Ausrüstung zu verwenden. Bei Zweifeln oder Fragen kann die Ausrüstung vor dem
Wettkampf einem Kampfrichter zur Überprüfung vorgelegt werden. Wird bei einem Schützen Ausrüstung angetroffen, die nicht dem Reglement entspricht, so kann die erreichte
Punktzahl annulliert werden.
Die nachfolgenden Kapitel beschreiben zu erst das allgemeine Reglement, das für
alle Klassen gilt und dann die spezifische Reglementierung für die dementsprechenden
Klassen.
Bogen
Compound:
Ein Compoundbogen (»Shoot-through«-Mittelteile sind erlaubt) besteht aus einem System von Umlenkrollen und/oder Cams, die den Auszug mechanisch variieren. Der Bogen wird aufgespannt mit einer/mehreren Sehne/n, die, in Abhängigkeit vom Bogen design, on den Wurfarmenden oder den Kabeln/Rollen befestigt werden. Das Spitzenzuggewicht darf 70 lbs bei den Männern und 60 lbs bei den Frauen nicht überschreiten. Cable-Guards (Sehnenabweiser) sind zulässig.
Maximales Spitzenzuggewicht:
70 lbs für Compound -Männer 60 lbs für Compound -Frauen
60 lbs für Langbogen und Recurvebogen (Barebow)
Wurfarmschrauben:
Nachdem ein Schütze den Parcours beginnt, dürfen die Wurfarmschrauben nicht mehr verstellt/justiert werden.
Recurve:Ein Bogen den den allgemein akzeptierten Eigenschaften für den Bogensport entspricht, d.h. ein Gerät, das aus einem Mittelteil (»Shootthrough« -Mittelteile sind nicht erlaubt), einem Griff und zwei flexiblen Wurfarmen, mit Sehnen-Nocken an den Enden, besteht. Der Bogen wird mit einer einzelnen Sehne, die direkt in den Sehnen-Nocken der Wurfarme eingehängt wird, aufgespannt. Zum Ausziehen wird der Bogen in einer Hand gehalten, während die Finger der anderen Hand die Sehne zurückziehen, halten und lösen. Mehrfarbige Mittelteile, sowie Markenzeichen auf der Innenseite der oberen Wurfarme sind erlaubt. Mittelteile mit einer Stütze/Verstrebung sind erlaubt, solange diese nicht die Hand oder das Handgelenk des Schützen berührt.
Traditional:Der Bogen soll der traditionellen Form des Langbogens entsprechen. Er kann aus jedem beliebigen Material oder jeder beliebigen Kombination von Materialien gefertigt sein. Die Form des Griffes und der Wurfarme unterliegen keinen Restriktionen. Im gespannten Zustand darf die Sehne nur die SehnenNocken / Tipps berühren.
Der Bogen darf im »shelf« (Pfeilauflagen)-bereich nur bis zu 1/8" vor die Mittenlinie des Bogens geschnitten sein. Sollte der Bogen weiter geschnitten sein, so kann er durch Anbringen von einem Stück Leder in entsprechender Dicke, wieder regelgerecht gestaltet werden
Bogensehne:
Alle Klassen:Eine Bogensehne kann eine beliebiger Anzahl von Strängen haben. Es gibt keine Restriktionen bezüglich des Sehnenmaterials. Die Sehnenstränge können unterschiedliche Farben haben. Die Sehe darf eine Mittelwicklung und einen Nockpunkt haben, der zum gewünschten Sitz der Pfeilnocke weitere Umwicklungen haben darf. Zur Markierung des Nockpunktes dürfen bis zu zwei Markierungen entsprechend angebracht werden. Die Sehne endet in Schlaufen, die in die Sehnennocken der Wurfarme eingehängt werden, wenn der Bogen gespannt wird.
Longbow- oder Barebow- (Recurve) Klasse:
Die Mittelwicklung der Sehne darf bei vollem Auszug nicht im Sichtfeld des Schützen enden. Die Sehre darf in keiner Weise eine visuelle Hilfe zum Zielen, z.B. durch Markierungen, geben. Nur ein befestigtes Hilfsmittel, das als Referenzpunkt für Lippe oder Nase dient, ist in der Barebow Klasse erlaubt. In der Traditional-Klasse ist nur eine Markierung für den Nockpunkt und ansonsten keine weiteren Markierungen zulässig.
Compound-Klasse:Befestigte Hilfsmittel, die als Referenzpunkt für Lippe oder Nase dienen, PeepSights, Hilfsmittel zur Ausrichtung von PeepSights, Release-Schlaufen etc. sind erlaubt. Es gibt keine Restriktionen bei der Mittelwicklung in dieser Klasse.
Pfeilauflage:
Barebow- (Recurve) Klasse:
Jegliche Pfeilauflage, auch verstellbar, jeglicher verstellbarer ( Berger-) Button oder federnde Pfeilanlage sind erlaubt, solange diese weder elektrischer noch elektronischer Bauart sind und keine Hilfe beim Zielen ermöglichen. Die Pfeilanage darf, vom Druckpunkt des Griffes aus gemessen, nicht mehr als 4 cm zurückgesetzt sein.
Traditional:
Der Pfeil wird über den Handrücken oder über das »shelf« geschossen. Hochgesetzte Pfeilauflagen sind nicht erlaubt. Das »shelf« darf mit jeglichem weichen Auflagematerial, mit einer maximalen Dicke von 1/8", überzogen sein
Compound-Klasse:
Die Pfeilanlage darf vom Druckpunkt des Griffes aus gemessen, nicht mehr als 4 Zentimeter zurück gesetzt sein.
Auszugskontrollen:
Recurve und Compound:
Eine visuelle und/ oder akustische Auszugskontrolle, die weder elektrischer noch elektronischer Bauart ist, darf verwendet werden.
Visier:
Compound-Klasse:Jegliche Art von verschiebbarem Visier, Optik oder Laservisierung ist erlaubt. Mehrere Zielstifte und/ oder Ringstifte sind erlaubt, solange diese alle die gleiche Größe und keine zusätzliche Eigenschaften zum Messen der Ziel-Entfernung haben.
Stabilisatoren- und "Torqueflight-Compensators":
Compound-Klasse:Stabilisatoren und »Torqueflight-Compensators« sind erlaubt, solange sie nicht mehr als 12" bzw. 30,5 Zentimeter vom Befestigungspunkt aus über den Bogen hinausragen, nicht als Sehnenführung dienen, nur am Bogen und sonst nirgends befestigt sind bzw. anliegen, keine räumliche Behinderung für andere Wettkämpfer am Pflock darstellen.
Barebow-Klasse:Der Bogen, wie oben beschrieben, ist »nackt« und darf lediglich eine Pfeilauflage besitzen. Er ist frei von hervorstehenden Teilen, Visiermarkierungen, Markierungen oder Beschädigungen oder laminierten Teilen (innerholb der Umgebung des Bogenfensters), die zum Zielen benutzt werden können. Der abgespannte Bogen, mit montiertem, zulässigem Zubehör muss durch ein Loch oder einen Ring mit 12,2cm (+ / 0,5 cm) Innendurchmessen passen.
Pfeile:
Barebow- und Compound-Klassen:Pfeile jeglichen Typs oder Materials, die der allgemein akzeptierten Beschreibung eines Pfeiles für den Bogensport entsprechen, dürfen verwendet werden, solange sie keine übermäßigen Beschädigungen am 3-DScheibenmaterial verursachen.
Der maximale Außendurchmesser eines Pfeils darf 9,3 mm betragen, wobei der maximale Spitzendurchmesser eines solchen Pfeils 9,4 Millimeter betragen darf. Ein Pfeil besteht aus einem Schaft, einer Spitze, einer Nock, Befiederung und, falls dies gewünscht ist, auch Cresting (Bemalung, Ringe etc) Die Pfeile jedes Wettkampfteilnehmers sind auf dem Schaft mit dem Namen oder den Initialen des Schützen zu kennzeichnen. Alle Pfeile, die auf einem Parcours-Durchgang benutzt werden, müssen die gleiche Art und Farben) von Befiederung, Nocken und Cresting haben
Traditional:
Nur Holzschäfte sind erlaubt. Pfeile sollen gleich sein bezüglich Länge, Gewicht und Farbe mit Ausnahme von normaler Abnutzung. Das Gewicht der Pfeilspitze für Männer soll minimal 125 Grains und für Frauen minimal 100 Grains betragen. Jegliche Art von Nock die für Holzschäfte geeignet ist, darf verwendet werden Minimales Pfeilgewicht oder Bedingungen Fünf Grains pro Pound Zuggewicht oder maximal 280 fps (Wahlmöglichken des Schützen)
Die Pfeile müssen mindestens fünf Grains pro pound Schuss/Zuggewicht haben. Das Schuss/Zuggewicht wird dabei als das maximale Zuggewicht definiert, das innerhalb einer Auszugsbewegung gemessen wird. Dabei werden dem Schützen 5 Grains Waagen Toleranz zugestanden. Beim Maximal-Zuggewicht einer Klasse werden dem Schützen zwei Pound Mehrgewicht als Zugwaagen-Toleranz zugebilligt. Das Pfeilgewicht muss allerdings zum gemessenen Zuggewicht passen. Die Ausrüstung wird stichprobenartig überprüft. Die fünf Grains pro Pound Zuggewicht gelten nicht für Schützen, deren Pfeil/Bogen - Kombination eine Pfeilgeschwindigkeit bis 280 fps. erreicht. Bei Geschwindigkeiten über 280 fps. kommt die 5 fps. pro Pound-Regel zur Anwendung. Dem Schützen wird eine dreiprozentige positive Abweichung bei der Chronograph-Messung zugestanden. Bei der Überprüfung der Ausrüstung muss sich der Schütze schon vorher entscheiden, für welche Art der Überprüfung er sich entscheidet (bis 280 fps. oder 5 Grains/Pound)
Es liegt in der Verantwortlichkeit des Schützen, die Ausrüstung immer innerhalb des Reglements zu halten. Der Minimum-Pfeilgewicht-Empfehlung des Herstellers sollte auf jeden Fall Rechnung getragen werden. Es sollte kein Pfeil unterhalb dieser Empfehlung geschossen werden.
Finger- und Handschutz
Alle Klassen:Ein Fingerschutz in Form von Handschuh, Fingerling, Tab oder Klebeband um die Sehne zu ziehen, zu halten und zu lösen, ist erlaubt. Die folgende Ausrüstung ist erlaubt:
- Eine Trennvorrichtung zwischen den Fingern, um ein Klemmen der Pfeil-Nocke zu verhindern.
An der Bogenhand darf ein gewöhnlicher Handschuh, Fäustling oder sonstiger Schutz getragen werden, solange dieser nicht fest mit dem Bogen verbunden ist.- Eine am Fingerschutz befestigte Ankerplatte oder ein sonstiges am Fingerschutz befestigtes Hilfsmittel, welches das Ankern unterstützt, ist erlaubt.
Diese vorher genannten Ankerhilfen sind in der Traditional Klasse nicht erlaubt. In der Traditional Klasse wird die Sehne im mediterranen Stil ausgezogen, d.h. ein Finger liegt über und zwei Finger unter der Nock auf der Sehne und nur ein Ankerpunkt ist erlaub.
Compound-Klasse:
Folgende Ausrüstung ist erlaubt:
Eine mechanische Lösehilfe, die weder elektrischer noch elektronischer Bauart sein darf.Barebow- und Traditional-Klasse:
Folgende Restriktionen sind festgelegt:
Der Fingerschutz darf keine weiteren Hilfsmittel beinhalten, um damit die Sehne zu ziehen, zu halten und zu lösen
Optische Hilfsmittel:
Alle Klassen:
Kameras oder Entfernungsmesser sind auf dem Parcours nicht erlaubt, gleichgültig ob diese benutzt werden oder nicht. Ferngläser ohne Stativ, bis zu einen vom Hersteller spezifizierten, maximalen Vergrößerung von 8 X sind erlaubt.
Es ist bekannt, dass minimale Toleranzen bei der Herstellung von Ferngläsern auftreten können und deshalb die maximale Vergrößerung 8,5 X betragen kann. Entfernungsmesser und andere Hilfsmittel, mit denen die Entfernungen geschätzt werden können, sind auf dem Parcours verboten. Dieses Verbot beinhaltet auch alle Hilfsmittel, die Teil der Ausrüstung oder des Körpers des Schützen ist. Um Zeit einzusparen, darf kein Schütze die 3-D-Scheibe mit dem Fernglas überprüfen, nachdem er geschossen hat. Er darf die 3-DScheibe vor seinem Schuss mit dem Fernglas überprüfen, solange dies innerhalb seines Zeitlimits von 2 Minuten geschieht. Bei Missachtung dieser Reglementierung werden dem Schützen 5 Punkte abgezogen.